Das geht alle Hundehalter an, solche, die es noch werden wollen und alle, die sich oft in der Natur bewegen!

Hundebesitzer, deren Tiere plötzlich an hohem Fieber, Appetitlosigkeit oder blutigem Urin leiden, sollten schnell einen Tierarzt aufsuchen. Es könnte sich um eine Krankheit handeln, die von einer bestimmten Zeckenart übertragen wird und oft für die Tiere tödlich endet.

Es sind nicht in allen Verbreitungsgebieten auch Babesien in den Zecken gefunden worden.

Nach Auskunft von Tier-Parasitologe Dieter Barutzki aus Freiburg können auch Wildschweine und Wildwiederkäuer von Auwaldzecken befallen werden und diese dann entsprechend weitertransportieren. „Mit der Tierbewegung kommt es dann zu einer Verbreitung. Und der Erreger wird immer und durch alle Stadien mitgegeben.“

Eine Zecke, die sich mit Blut vollgesogen habe und dann abfalle, produziere ein Gelege von mehreren Tausend Eiern, bevor sie sterbe. Daraus schlüpfen Larven, die wiederum Kleinsäuger wie Mäuse, Kaninchen und Hasen befallen. Dort entwickeln sie sich zu sogenannten Nymphen und gehen auf die gleichen Wirte oder auch Wildkatzen und Luchse über. Erst nach der nächsten Häutung befallen sie auch Hunde oder Wildschweine und Wildwiederkäuer.

Tödliche Hundemalaria

Die Zeckenart sorgt vor allem unter Hundebesitzern für Ängste. Denn wird die übertragene Babesiose nicht schnell behandelt, verläuft sie in der Regel bei den Haustieren tödlich. Die Erreger dieser Infektionskrankheit sind Blutparasiten, die die roten Blutkörperchen zerstören. „In diesem Jahr ist es besonders gravierend“, sagte Barutzki, Leiter des Tierärztlichen Labors Freiburg, das bundesweit Blutproben untersucht. „Wir haben schon solch eine hohe Zahl an positiven Fällen, wie wir sie seit Langem nicht gesehen haben – vielleicht sogar wie noch nie.“

Er macht vor allem den Klimawandel, das Einreisen kranker Hunde aus dem Ausland und die Nähe zu Frankreich dafür verantwortlich. Allein an der Tierklinik Arz in Saarbrücken wurden in den vergangenen Wochen bereits mehr als 20 infizierte Hunde behandelt. „Eine akute Babesiose ist bei Hunden eine sehr ernsthafte Erkrankung“, sagte Elke Reinking vom Friedrich-Loeffler-Institut, dem Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit. Auf den Menschen übertragbar sei sie aber nicht.

Zeckenbisse können jedoch auch für Menschen gefährlich sein. Das Robert-Koch-Institut hat bestimmte Landkreise als Risikogebiet für FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) eingestuft. Darüber hinaus können sich Menschen und Hunde durch heimische Zecken auch mit Borreliose infizieren, die unter anderem schwerwiegende Gelenkentzündungen verursachen kann.

Starker Befall beobachtet

Vor allem Rheinland-Pfalz und das Saarland, aber auch der Freiburger Raum seien derzeit am stärksten von den Auwaldzecken mit Babesien betroffen, sagt Dieter Barutzki, Fachtierarzt für Parasitologie und Leiter des Tierärztlichen Labors Freiburg. Es untersucht Blutproben aus dem gesamten Bundesgebiet. Gerade aus dem Südwesten des Landes habe man dieses Jahr „schon solch eine hohe Zahl an positiven Fällen, wie wir sie seit langem nicht gesehen haben – vielleicht sogar wie noch nie“, sagt Barutzki. Er macht vor allem den Klimawandel, das Einreisen befallener Hunde aus dem Ausland und die Nähe zu Frankreich dafür verantwortlich.

Nach verdächtigem Zeckenbiss sofort zum Tierarzt

Anders als der Holzbock sind Auwaldzecken nicht braun oder schwarz, sondern haben ein Muster auf ihrem Panzer. „Hundebesitzer sollten darauf achten, wenn man eine solche Zecke entfernt. Dann sofort zum Tierarzt gehen“, rät die Tierheilpraktikerin Meike Voss. Je nach Grad der Babesien im Blut und Zustand müssten manche Tiere stationär aufgenommen werden. „Hier spielt die schulmedizinische Betreuung eine ganz große Rolle, dass es das Tier überlebt.“

Auwaldzecke

Auch wenn die akute Infektion überwunden sei, hätten einige Hunde lange mit den Folgen zu kämpfen. „Spätfolgen können Nierenprobleme sein oder Probleme mit dem Bewegungsapparat“, berichtet Voss, die solche Hunde in ihrer Praxis im baden-württembergischen Straubenhardt behandelt.

Zeckenbiss mit Spätfolgen

Auch Collie-Hündin Laica hatte lange mit den Folgen der Babesiose und Blutarmut zu kämpfen. „Sie brauchte vier Monate, um sich zu erholen“, berichtet Emmi Lingnau. „Und bis heute ist sie irgendwie immer noch nicht die Alte.“ Und das, obwohl die akute Infektion nun schon zwei Jahre her sei – und die 60-Jährige bei den ersten Symptomen gleich zu ihrer Tierärztin gefahren war. Die Hundebesitzerin mag sich nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn sie noch gewartet hätte. „Wenn ich gedacht hätte, sie hätte nur eine Magenverstimmung und würde deshalb nicht aufstehen und nichts fressen, wäre es zu spät gewesen.“

Zum Glück habe sie ihr am Tag zuvor noch einige Zecken entfernt und ihre plötzliche Erkrankung gleich auf die Spinnentiere zurückgeführt. Dass sie damals noch Kritikern geglaubt habe, die chemischen Zeckenschutz ablehnten und lieber auf Kokosöl, Schwarzkümmel und Knoblauchgranulat setzten, bedauert sie. „Ich dachte, es sei eine gute Alternative, weil viele damit gute Erfahrungen gemacht haben.“ 

Viele lehnen Schulmedizin ab

Auch Tierarzt Danny Eisenbarth appelliert an Hundebesitzer, ihre Tiere regelmäßig mit einem geeigneten Zeckenschutz zu versorgen. Doch die Impfangst und Angst vor Chemie ziehe sich mittlerweile auch durch die Tiermedizin. „Dabei ist jede Erkrankung, die durch Zecken übertragen wird, 1.000 Mal gefährlicher“, sagt er. Obwohl auch Lingnau ihren beiden Collie-Hündinnen Laika und Cora inzwischen einen entsprechenden Schutz gibt, sitzt der Schock noch immer tief. „Die erste Zeit nach der Erkrankung hatte ich eine Phobie und konnte überhaupt nicht mehr in den Wald.“ Mittlerweile habe sie die Hunde öfter an der Leine und achte darauf, dass sie ihren Kopf und Hals nicht mehr ins Gebüsch stecken. „Aber mit einem sorglosen Gefühl gehe ich nie mehr.“ 

Diese Zecken kennen wir

Generell könnten auch andere Haustiere betroffen sein

Grundsätzlich könne die Auwaldzecke auch für andere Haustiere, wie Katzen, gefährlich sein, so Tierärzte. Die Auwaldzecke könne, wie andere Zecken auch, verschiedene Krankheiten übertragen. Für die Babesien seien Katzen zum Beispiel aber nicht so empfänglich wie Hunde.

Ich hoffe, es ist wichtig für Euch alle, die Hunde haben. Gründlich durchlesen, wenngleich viele von uns lieber naturbelassene Produkte, wie Kokosöl oder/und Schwarzkümmelöl verwenden.

Dieser Artikel ist eine Zusammenfassung von NTV (https://www.n-tv.de/wissen/Auwaldzecke-breitet-sich-aus-article22470438.html)und dem SWR(https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/auwaldzecke-in-rheinlandpfalz-100.html)

Noch mehr Infomaterial:

Was Wikipedia zur Auwaldzecke schreibt

https://de.wikipedia.org/wiki/Auwaldzecke

Wikipedia zu Zecken allgemein

https://de.wikipedia.org/wiki/Zecken

Jeder Hundehalter kennt auch diese Störenfriede. Milben zwischen den Zehen führen zu sehr vielen Schwellungen und Blasenbildung. Ich nutze gerne Melkfett, um die Pfoten weich und geschmeidig zu halten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Herbstmilbe

Viel Spaß beim Lesen

Heute Morgen habe ich folgenden Artikel gelesen: https://www.br.de/radio/bayern1/auwaldzecke-100.html

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erster Kommentar

  1. Ich habe nun schon 2 dieser „Auwaldzecken“ entfernt. Obwohl Yoko keine Unterwolle hat, ist die Entfernung mit herkömmlichen Zeckenkrallen und – Zangen nicht machbar. Zum Glück habe ich einige Pinzetten hier.

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